Sprachen: Herkunft, Verbreitung und Bedeutung

Spannendes zu den Sprachen. Plus: Woher kommen die Sprachen? Wer spricht sie heute? Wie haben sich die Sprachen verbereitet? Und wie wichtig sind sie heute?

Die Englische Sprache

Herkunft und Geschichte der Englischen Sprache

Wussten Sie, dass Englisch eine Germanische Sprache ist? Genauer gesagt, entstammt das Englisch dem westgermanischen Zweig und wird mit dem in unseren Breitengraden bekannten lateinischen Alphabet geschrieben.

Germanische Stämme

Die englische Sprache entstand, als sich die germanischen Stämme der Angeln, Sachsen und Juten auf den britischen Inseln niederliessen. Durch den Einfluss der lokalen Keltischen Sprachen, der Skandinavisch-sprechenden Wikinger und den Französisch-sprechenden Normannen entwickelte sich das Englisch zu der Sprache, die wir heute kennen.

Das British Empire und die Kolonien

Die Sprache erlangte im Zuge des Aufstiegs des Britischen Imperiums an Bedeutung. Mit dem immer wachsenden Welthandel, der vor allem im ganzen Common Wealth mit den früheren englischen Kolonien betrieben wurde, wurde auch die englische Sprache global verbreitet. In den früheren britischen Kolonien an der Ostküste von Nordamerika (heutiges USA) wurde natürlich auch Englisch gesprochen.

So erreichte nicht nur das Britische Königreich, sondern auch die Englische Sprache den Status einer Weltsprache.

Heutige Bedeutung der Englischen Sprache

Englisch ist heute die Weltsprache

Die heutige Bedeutung der englischen Sprache ist enorm gross. Englisch ist heute in der Geschäftswelt wie auch in der Unterhaltungsindustrie die dominierende Sprache. 

Es existieren zwei verschiedene Englischdialekte oder Aussprachen von Englisch, dies sind Britisch-Englisch (kurz BE) als auch das Amerikanisch-Englisch (AE).

Als Fremdsprache wird die englische Sprache in sehr vielen Ländern in Schulen als erste Fremdsprache gelernt. Zusätzlich gibt es sehr viele Möglichkeiten, Englisch sogleich vor Ort zu erlernen, was meist für Jugendliche interessant ist.

Anglizismen heute

Die Sprache wird allgemein universeller: Häufig werden in anderen Sprachen englische Begriffe übernommen. Diese Anglizismen sind unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen sehr beliebt. Die Social Media Platformen fördern heute das Übernehmen von Englischen Begriffen zusätzlich.

Englisch die 5. Landessprache der Schweiz

In der Schweiz lernen alle Kinder in der Schule Englisch und verfügen so alle über minimale Fähigkeiten Englisch zu verstehen, zu schreiben und zu sprechen.

Somit ist die englische Sprache nebst Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch die fünfte, jedoch inoffizielle Landessprache der Schweiz.

Die IT-Sprache

In der Informatik ist Englisch, auch in der Schweiz, die Sprache einer ganzen Branche. Wer etwas mit Informatik und IT am Hut hat, kann sicher etwas Englisch. Oder wird sehr häufig mit dem Englisch in Kontakt kommen. That's guaranteed.

Studie zu Englisch-Kenntnissen

Eine Studie der Universität Genf aus dem Herbst 2015 ergab, dass von 42'000 jugendlichen Schweizern (davon 41'000 Männer) 75% ein Gespräch auf einfachem Level in Englisch und eine oberflächliche Konversation führen können: Siehe www.srf.ch

Die Eidgenössischen Jugendbefragung "ch-x" zu den Fremdsprachenkenntnissen finden Sie hier


Die Französische Sprache

Herkunft und Geschichte der Französischen Sprache

Französisch gehört zu den romanischen Sprachen des Indogermanischen. So wie alle romanischen Sprachen, stammt auch das Französisch dem Latein ab. Unter Einfluss des Fränkischen, sowie der früher in Frankreich gesprochenen keltischen Sprachen, hat sich Französisch vom Latein in eine eigenständige Sprache entwickelt.

Zahlen und Aussprache

60 und 11: Interessant ist zum Beispiel das vegisimale Zahlensystem (Zwanziger-System), welches vom Keltischen übernommen wurde und heute noch teilweise im Standartfranzösischen Zahlensystem vorhanden ist (soixante et onze = sechzig und elf = 71). Französisch wird, wie Deutsch, mit dem lateinischen Alphabet geschrieben. Wer aber bereits versucht hat, etwas auf Französisch zu lesen, wird gemerkt haben, dass sich die Aussprache stark von der Orthographie unterscheidet.

Adelige und Intellektuelle

In Europa war Französisch lange die Sprache der Adeligen und Intellektuellen. So finden wir auch heute noch in vielen Sprachen Europas eine relativ grosse Anzahl französischer Lehnwörter.

Heutige Bedeutung der Französischen Sprache

Die "Académie française" besteht seit dem 17. Jahrhundert und beschäftigt sich mit der "Vereinheitlichung und Pflege der französischen Sprache". Sie soll verhindern, dass sich die Sprache unkontrolliert verändert, wie zum Beispiel durch Anglizismen. Stattdessen erfinden die Mitglieder der "Académie française" neue Wörter, welche aber einen Französisch Stamm haben. So heisst dann der Computer l’ordinateur und der Walkman le baladeur. Siehe www.academie-francaise.fr

Verbreitung der Französischen Sprache

Heute wird Französisch auf der ganzen Welt gesprochen und zählt somit zu den Weltsprachen. Sie hat in vielen Ländern, wie Kanada, Belgien, der Schweiz, Haiti einen offiziellen Status.

Auch in vielen afrikanischen Ländern ist das Französisch Amts- oder Nebensprache: dies als Resultat der früheren Kolonialisierung durch Frankreich.

Französisch und die Diplomatie

La langue française wird als Amtssprache zahlreicher internationaler Organisationen verwendet und ist die Sprache der Diplomatie. Und natürlich auch der Liebe.

Nichtsdestotrotz schwindet die Bedeutung der Französischen Sprach im Alltag und global betrachtet langsam. Wir finden: Leider!

Die Schweiz ist frankophil: Französisch in der Schweiz

Auch in der Schweiz spielt Französisch als eine der vier Amtssprachen eine wichtige Rolle. Es sprechen zirka 23% der schweizer Bevölkerung Französisch als Muttersprachler. Die Deutschschweiz gehört zu den frankophilsten Gegenden der Welt, denn hier lernen wir in den öffentlichen Schulen fast ausnahmslos Französisch (als Fremdsprache).

Doch auch hier nimmt der Gebrauch des Französischen unter Einfluss der Verbreitung von Englisch drastisch ab. Es gibt aber immer noch genügend gute Gründe, sich mit der französischen Sprache auseinanderzusetzen. Die Sprache der Liebe wird also voraussichtlich noch lange gesprochen und gelernt werden.

Hier ein Artikel aus der NZZ zum Französisch in der Schweiz: www.nzz.ch

Plus: Eidgenössischen Jugendbefragung "ch-x" zu den Fremdsprachenkenntnissen: www.srf.ch


Die Deutsche Sprache

Herkunft und Geschichte der Deutschen Sprache

Nicht sehr überraschend ist die deutsche Sprache eine germanische Sprache. Die Sprachgeschichte des Deutschen geht bis ins frühe Mittelalter zurück. Dort trennte sich die deutsche Sprache von den anderen germanischen Sprachen.

Im Mittelalter gab es noch keine allgemein anerkannte Schriftsprache und auch keine gemeinsame Umgangssprache. Die deutsche Sprache existierte damals nur in verschiedenen Mundarten.

Herr Duden und die Grimms

Wussten Sie, dass die berühmten Gebrüder Grimm als Begründer der modernen Germanistik gelten?

Und dass ein Herr Konrad Duden die deutsche Rechtsschreibung 1880 mit der Herausgabe eines Wörterbuches definierte?

Deutsch: Die Sprache der Dichter und Denker

Deutsch ist auch eine der Kultursprachen – es gibt keine andere Sprache, in welcher so viele bedeutende Werke der Weltliteratur übersetzt wurden.

Deutschland ist das Land der Dichter und Denker. Dies merkt man auch in der Anzahl und Bedeutung der ursprünglich in Deutsch verfassten Buchklassiker.

Heutige Bedeutung der Deutschen Sprache

Die deutsche Sprache ist eine der meistgesprochenen europäischen Sprachen. Ausserdem gehört Deutsch zu den drei meistgelernten Sprachen weltweit.

Vor allem Menschen aus skandinavischen Ländern lernen gerne Deutsch, da beispielsweise Schwedisch und Norwegisch dem Deutschen sehr ähnlich sind.

Viele deutsche Wörter wurden aus der englischen oder französischen Sprache übernommen: so sind heute ungefähr 20% der deutschen Substantive eigentlich Fremdwörter, werden aber nicht mehr als fremd wahrgenommen.


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