Der perfekte Lerntag: Lerntipps, Inspiration, konkrete Ideen inkl. Planung und Ablauf

Wie lerne ich gut? Wie sieht ein idealer Tag zum effizient Lernen aus? Wie kann ich diesen Tag planen? Und mich bestmöglich aufs Lernen vorbereiten?

Wir haben den idealen Lerntag probiert zu skizzieren, natürlich inklusive konkreten Ideen, der perfekten Planung und einem effizienten Ablauf. Die Inspiration darf auch nicht fehlen! Viel Vergnügen beim Lesen und beim "besseren Lernen" anschliessend.

PS: Unser Vorschlag ist sicherlich nicht vollständig, jedoch als Idee und Gedankenanstoss für einen besseren Lerntag zu verstehen ;-)


Lerntipp: Schlafen Sie genügend

Beginnen Sie ihren Lerntag mit ausreichend Schlaf. Doch zu viel Schlaf ist auch nicht förderlich, meist ist es ausserdem besser, früher aufzustehen und nicht auszuschlafen, wenn man effizient lernen möchte. Versuchen Sie Ihren Körper konstant an immer gleich viele Schlafstunden zu gewöhnen, damit sich dieser optimal erholen kann.

Finden Sie zudem heraus, ob Sie ein Morgen- oder ein Abendmensch, ein Kurz- oder ein Langschläfer sind. Dies ist sehr individuell. Ein Kurzschläfer kann mit 4 Stunden Schlaf auskommen. Ein Langschläfer braucht hingegen sogar bis zu 10 Schlafstunden. Im Durchschnitt schläft ein Mensch jedoch zwischen 7 bis 8 Stunden. Grundsätzlich ist es besser, wenn man vor Mitternacht zu Bett geht und ca. 7 Stunden erholsamen Schlaf hat. Ideal ist sogar vor 23 Uhr schlafen zu gehen.

Wichtig ist, dass Sie sich am Morgen ausgeschlafen fühlen, unabhängig davon, wie viele Stunden Sie effektiv geschlafen haben. Finden Sie also heraus, zu welchem Schlaftyp Sie gehören.

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Lerntipp: Erwachen Sie nicht überhastet

Stehen Sie nicht ruckartig auf. Lassen sie Ihrem Körper ca. 5 Minuten Zeit, um in den Wachzustand zu gelangen. Denken Sie nicht schon beim Aufwachen ans Lernen, sondern beginnen Sie den Tag ruhig und entspannt. Versuchen Sie danach gedanklich das am Vorabend Gelernte wieder grob zu repetieren. Stellen Sie sich dabei die Fragen: Welche Themen habe ich durchgenommen? Was sind meine wichtigsten Erkenntnisse? Bei diesem Vorgehen werden sie rasch feststellen, dass Ihnen viele Lerninhalte aus dem Vortag rasch wieder in den Sinn kommen. 

Versuchen Sie zudem sich den Grobablauf Ihres Lerntages durch den Kopf gehen zu lassen. Eine gute Organisation beruhigt den Geist und gibt einem die notwendige Sicherheit und Gelassenheit erfolgreich in den Tag zu starten. Oftmals ist es hilfreich, die Lerntage immer in demselben Rhythmus abzuhalten - d.h. immer um dieselbe Uhrzeit aufstehen, Frühstück und den Lernort nicht zu oft wechseln.

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Lerntipp: Essen Sie ein gesundes Frühstück

Versuchen Sie am Morgen ein nahrhaftes Frühstück zu sich zu nehmen. Ihr Körper benötigt genügend Energie, um den idealen Lerntag anzutreten. Gesunde Nahrung sowie nicht allzu schwere Kost ist selbstverständlich förderlich. Wir empfehlen Ihnen jeweils zum Frühstück Vollkornbrot und Obst sowie ein Milchprodukt oder Müsli, Käse, Quark sowie Getreidebrei. Ausserdem ist es wichtig viel zu trinken. Am besten bereits am Morgen zum Aufstehen zwei Gläser Wasser trinken.

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Lerntipp: Ein wenig Spass vor dem Lernstart

Machen Sie nun ca. 15 Minuten etwas, was Ihnen gerade Spass bereitet. Lesen sie eine Zeitung oder ein paar Seiten ihres aktuellen Buches, stöbern sie im Internet nach Ihren Lieblingsthemen, schreiben sie Ihrer PartnerIn oder ihren Kollegen und Freunden ein witziges SMS, etc.

Somit starten Sie ihren Lerntag mit einem spassigen Ereignis. Sie sollten es aber vermeiden, Stresssituationen vor dem Lernen zu erleben. 

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Lerntipp: Finden Sie den idealen Lernort

Suchen Sie sich für das Lernen einen resp. mehrere Lernorte aus. Der ideale Lernort ist jeweils etwas sehr individuelles. Finden Sie heraus, wo Sie am effizientestes Lernen können.
In einer anfänglichen Lernphase, wo Sie sich über den Lernstoff ein genaues Bild machen müssen, ist es vorteilhaft einen ruhigen Lernort auszuwählen und alleine zu lernen.

Falls sie keinen ruhigen Ort finden können, dann helfen Sie sich selbst und hören Sie während des Lernens entspannte Hintergrundmusik über ihre Kopfhörer. Musik ist dann passend, wenn die Lieder ohne Songtexte sind und gerade so laut, dass Sie die störenden Geräusche in Ihrer Umgebung nicht mehr mitbekommen. Sie sollten daher die Musik nur unbewusst wahrnehmen. 

Oftmals ist es hilfreich, z.B. in einer Bibliothek zu lernen, wo die Lernathmosphäre bereits gegeben ist. Sie werden sehen, dass es sich viel leichter lernt, wenn Sie Leute um sich haben, die ebenfalls lernen oder ruhig arbeiten. Ausserdem haben Sie dort genügend Platz und ausreichend Ruhe. Zuhause lernen ist oftmals eine Ablenkung, da man dort auch viele private Dinge hat oder sich mit Haushalt ablenken kann.

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Lerntipp: Fokussierte Lernsessions

Nun können Sie mit dem Lernen beginnen. Eine Lernphase soll in der Regel mind. 1.5 bis maximal 2 Stunden dauern. Versuchen Sie sich in einer Lernphase optimal zu fokussieren. Lassen Sie sich dabei von nichts und niemandem ablenken. Die Zeit an und für sich, welche Sie an einem Lernplatz verbringen, ist nicht entscheidend, sondern wie effizient Sie in dieser Zeit lernen, macht den Unterschied für den Lernerfolg aus. 

Versuchen Sie sich demensprechend auch selber auszutricksen und schaffen Sie sich ein eigenes Bonussystem, um den Fokus nicht zu verlieren. (Beispiel: Wenn ich mich jetzt 2 Stunden 100% auf die Thematik fokussiere und ich mich von niemandem ablenken lasse, dann gönne ich mir heute Abend mit meinen Kollegen ein Abendessen in unserem Lieblingsrestaurant).

Wenn Sie den ganzen Tag effizient lernen, können Sie sich ruhig am Abend gemütlich einen Film zuhause anschauen, ins Kino gehen oder mit Freunden treffen.

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Lerntipp: LernpartnerInnen

In einer fortgeschrittenen Lernphase ist es sehr wichtig, das Gelernte mit einer LernparterIn oder in einer Lerngruppe auszutauschen. Die Interaktion über eine bestimmte Thematik belebt den Geist und ermöglicht Ihnen, sich gewisse Lerninhalte besser einzuprägen zu können. In anderen Worten: Sprechen Sie mit jemandem darüber, was Sie alles gelernt haben. Tauschen Sie sich aus. 

Falls Sie keine LernpartnerIn haben, dann erzählen Sie das Gelernte sonst jemandem, auch wenn diese Person von der Thematik nichts versteht. Notfalls sagen Sie es sich selbst, aber in lauten Worten. Denn das gesprochene Wort kann sich das Gehirn besser einprägen. 

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Lerntipp: Abwechselnde Lernpartner

Versuchen Sie allfällige Lernpartner je nach Lernphase geschickt zu alternieren, so kann das Gelernte besser vertieft werden. Das situative Wechseln von Lernpartnern hat den Vorteil, dass Sie dadurch die Lernmotivation hoch halten können und unterschiedliche Rückmeldungen sowie Ideen von mehreren Personen erhalten.

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Lerntipp: Lernziel kennen

Überbrücke zudem Motivationsdurchhänger indem Sie das gesetzte Tagesziel stets vor Augen haben. Was wollte ich heute Alles lernen? Wie weit sollte ich kommen heute?

Stellen Sie sich vor, wie es sein wird, wenn dieser Lerntag oder sogar die gesammte anstehende Lernzeit und die Prüfungen erfolgreich vorüber sind. Dies macht die Lernzeit erträglicher und zeitlich absehbar. So ist es für Sie einfacher.

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Lerntipp: Regelmässige Lernpausen

Haben Sie sich nun 1.5 bis maximal 2 Stunden mit dem Lernen beschäftigt, dann gönnen Sie sich eine wohlverdiente Lernpause von 5 bis 10 Minuten. Verlassen Sie dabei ihren Lernplatz und begeben Sie sich in eine neue Umgebung (Bsp. Pausenraum, nach draussen an die frische Luft, etc.). Versuchen Sie sich in den Pausen nicht aktiv mit etwas Konkretem zu beschäftigen. Lassen Sie die Lernbücher, das Smartphone, den Laptop, die Zeitung etc. bei Seite und versuchen Sie wirklich Ihre Sinne zu entspannen. 

Ein bisschen die Gegend betrachten, ein kurzer Spaziergang oder ein gemütliches Gespräch über Gott und die Welt mit ihren Lernpartern ist jeweils förderlich. Es ist immer wieder erstaunlich, wie die wichtigsten Geistesblitze beim Lernen gerade während einer Lernpause aufkommen.

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Lerntipp: Für den kleinen Hunger

Falls Sie der kleine Hunger packt: Einen kleinen Müsliriegel, Obst oder Vollkornbrötchen sowie einen selbstgepressten Fruchtsaft gibt deinem Körper wieder die nötige Energie.

Hülsenfrüchte sind immer gut. Vermeiden Sie ungesunde Snacks, die schwer verdaulich sind, wie beispielsweise Schokolade, Berliner oder Chips.

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Lerntipp: Leichtes Mittag- und Abendessen

Essen Sie am Mittag nicht zu viel und auch nichts was schwer aufliegt. Wir empfehlen Ihnen beispielsweise gebratenen Fisch, Poulet oder Trutenbrust mit Gemüse und Salat.

Für das Abendessen empfehlen wir Ihnen kleine Reis- sowie Nudelgerichte oder Getreidebrei.

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Lerntipp: 5 bis 6 Lernsessions täglich

Fünf bis sechs Lernsessions täglich sind mehr als ausreichend. Teilen Sie diese jeweils sinnvoll auf. Ein Frühaufsteher soll früher beginnen und hat dementsprechend mehr vom Abend. Ein Morgenmuffel kann ein wenig später beginnen und somit länger in den Abend lernen. Wichtig bleibt jedoch, dass Sie genügend schlafen und sich ausreichend konzentrieren können.

Gestalten Sie Ihren Lerntag mit 2-3 Lernsitzungen am Morgen und 2-3 Lernsitzungen am Nachmittag/Abend. Somit lernen Sie täglich mind. 7.5 Stunden (5 Einheiten à 1.5h) bis max. 12 Stunden (6 Einheiten à 2 h). Dies ist mehr als ausreichend, wenn Sie sich an die Regeln einer intensiven, fokussierten Lernsession halten. Selbstverständlich können Sie sich je nach Tagesform und Dringlichkeit aufgrund eines Prüfungstermins in diesem Zeitrahmen frei bewegen.

Wir Menschen sind nicht an jedem Tag gleich aufnahmefähig. Es kann Tage geben, an denen man völlig unkonzentriert ist oder sich nicht fit fühlt. An solchen Tage kann man sich ruhig eine Auszeit gönnen, wenn man merkt, dass man nicht aufnahmefähig ist.

Davon ausgehend dass Sie täglich 8 Stunden Schlaf benötigen, haben Sie bei einer maximalen Lernzeit von 12 Stunden pro Tag immer noch 4 Stunden Freizeit, wobei die Pausen sowie die Mahlzeiten in der Freizeit inbegriffen sind. Bei einer täglich minimalen Lernzeit von 7.5 Stunden kommen sie sogar in den Genuss von 8.5 Stunden Freizeit pro Tag.

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Lerntipp: Sport treiben hilft

Wie Sie sehen, kommt bei einem idealen Lerntag auch die Freizeit nicht zu kurz. Nutzen sie diese optimal aus. Betreiben Sie regelmässig Sport. Dies muss nicht auf einem professionellen Niveau geschehen. Einen Spaziergang von 45 Minuten ist auch schon hilfreich. Es geht hier vor allem um die körperliche Betätigung. Das Lernen findet nicht nur im Kopf statt, sondern beeinflusst Ihren ganzen Körper.

Nehmen Sie sich mindestens alle zwei Tage 1 Stunde Zeit für eine sportliche Betätigung. Sie werden rasch merken, dass dies auf Ihre Lernmotivation einen grossen Einfluss haben wird.

Betreiben Sie wenn möglich den Sport nicht nur ausschliesslich alleine. Soziale Interaktion während des Sports belebt Ihren Geist. Versuchen Sie ihre LernpartnerInnen von einer regelmässigen sportlichen Betätigung zu überzeugen und führen sie diese gemeinsam aus (Bsp. Joggen, Velofahren, Schwimmen, Tennis, Walking, jegliche Mannschaftssportarten, etc.).

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Lerntipp: Belohnen Sie sich

Nutzen sie die Freizeit nebst dem Sport auch anderwärtig aus und tun Sie, was immer Sie Lust dazu haben. Treffen Sie ihren Partner, unternehmen Sie etwas mit ihren Freunden oder geniessen Sie auch einmal die Zeit ganz alleine mit sich selbst. Wichtig ist: Schalten Sie ab. Gelernt wird erst am nächsten Lerntag wieder. 

Nun steht somit einzig und allein der Spass und die eigene Belohnung abseits des Lernens im Fokus. Wenn Sie während einer Lernphase lieber alleine sind und Sie Ihre Mitmenschen manchmal auch ablenken, gönnen Sie sich Abends einen gemütlichen Abend zuhause. Klingt doch auch gut oder?

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Lerntipp: Vor dem Einschlafen repetieren

Repetieren Sie nur kurz vor dem Einschlafen die wichtigsten Aspekte und Lerninhalte jeder Lernsession, welche Sie an diesem Tag abgearbeitet haben. Welche Themen habe ich durchgenommen? Was sind meine wichtigsten Erkenntnisse?

Prüfen Sie zudem, ob Sie effektiv die am Morgen beim Aufwachen vorgenommene Grobplanung eingehalten haben. Falls ja, dann gratulieren wir Ihnen. Falls nein, überlegen Sie sich, woran Sie gescheitert sind und nehmen Sie sich dies als Vorsatz für den nächsten Lerntag vor. Es ist noch kein Lernprofi vom Himmel gefallen. Auch Lernen muss geübt werden. 

Versuchen Sie nun ruhig und entspannt einzuschlafen. Machen sie sich keine Sorgen, denn der nächste (perfekte) Lerntag steht schon wieder kurz bevor.

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Lerntipp: Morgen ist auch noch ein Tag

Es ist wichtig, nicht bis zur totalen Erschöpfung zu lernen. Es soll also vermieden werden, dass man durch das viele Lernen total ausgepowert ist und am Tag darauf null Energie mehr für’s Lernen hat. Trotz fokussiertem Lerntag immer im Hinterkopf haben, dass Morgen auch wieder ein Tag ist. Und Sie diesen vielleicht erneut zum Lernen nutzen wollen. Machen Sie sich wie oben beschrieben bereits wieder einige Gedanken über das heute Gelernte und was Sie morgen alles vorhaben.

Oder stehen schon bald die Prüfungen an? Hier einige Lerntipps für ein paar Tage vor den Prüfungen

Eventuell helfen Erkenntnisse aus der Lernforschung zusätzlich beim "Wie lerne ich?"

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